Zankerei

Staatssekretär offenbar nach Hause geschickt

Minister soll Mitarbeiter zu Krankschreibung geraten haben

Er wollte damit offenbar verhindern, dass er wieder seinen Dienst antritt.

Gegenüber dem RBB-Magazin Klartext behauptete ein Ministeriums-Sprecher, Heidemanns sei krank geschrieben. Dies musste er revidieren. Heidemanns hat seit Tagen weder Urlaub, noch ist er krankgeschrieben. „Es kann doch nicht sein, dass der Steuerzahler einen Staatssekretär bezahlt, der Zuhause sitzt, nur weil dem Minister das Gesicht nicht passt“, empörte sich CDU-Fraktionschef Dieter Dombrowski.

Im Herbst 2013 wollte der Minister seinen Staatssekretär offiziell entlassen. Dies verhinderte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Nun scheint ein zweiter Anlauf, Heidemanns mit dessen eigener Zustimmung zu entlassen, gescheitert zu sein. Woidke ist weiter dagegen, nur wenige Monate vor der Landtagswahl den Versorgungsfall zu schaffen. Entlassenen verbeamteten Staatssekretären steht bis zu ihrer Pensionierung ein Teil ihrer Bezüge zu. Heidemanns ist 55 Jahre alt. Seit Sommer 2013 ist er nicht mehr zum Dienst erschienen. Laut RBB nahm er auf Christoffers Wunsch unter anderem lange Urlaube. Als er Anfang 2014 zurückkehren wollte, verhinderte dies der Minister offenbar erneut. Das Verhältnis gilt als zerrüttet. Am Montag Abend ließ Christoffers aber mitteilen, sein Staatssekretär kehre am Donnerstag an seinen Arbeitsplatz zurück. Der Politiker steht auch wegen der Millionen-Euro-Förderung an zwei Unternehmen in der Kritik. Angeblich soll Heidemanns den Minister davor gewarnt haben. Der Minister hat zunehmend mit Indiskretionen zu kämpfen. Jetzt wurde publik, dass er offenbar Vorbereitungen für einen möglichen Kauf der Kraftwerke und Tagebaue von Vattenfall in Brandenburg trifft, falls der Konzern sich zurückzieht. Das Ministerium wies solche konkreten Absichten zurück.