2014 wird das Superwahljahr in Brandenburg

Mit gleich drei Wahlen gehen die Bürger in Brandenburg in das Jahr 2014. Neben der Landtagswahl am 14. September stehen Ende Mai die Kommunalwahl und die Europawahl an.

Erstmals dürfen 16-Jährige das Landesparlament und in den Gemeinden mitwählen. Dann kommen zu den etwa 2,1 Millionen Wahlberechtigten rund 35.000 Erstwähler hinzu. Die Wähler entscheiden über eine Neuauflage der rot-roten Landesregierung von SPD und Linken oder womöglich über eine mögliche große Koalition von SPD und CDU.

Die großen Parteien sind bislang ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf gezogen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) muss nach dem Rücktritt von „Landesvater“ Michael Platzeck (SPD) noch sein Profil bei den Bürgern schärfen und hat für den Fall seiner Wahl ein Investitionspaket mit einer Viertelmilliarde Euro für Schulen und Hochschulen angekündigt.

Die CDU unter Spitzenkandidat Michael Schierack will, beflügelt von der Bundestagswahl im vergangenen Herbst, erstmals stärkste Kraft im Land vor der SPD werden. Bei der Bundestagswahl 2013 war die märkische SPD mit 23,1 Prozent der Zweitstimmen weit hinter der CDU mit 34,8 Prozent gelandet. Die Linke hatte bei der Umfrage einen Abwärtstrend zu verkraften, von 27,2 Prozent 2009 auf 22 Prozent. Zudem müssen sie noch ihr Personal sortieren.

Bei der Kommunal- und Europawahl am 25. Mai müssen sich die Bürger auf eine verwirrende Farbenvielfalt einstellen. In rund 415 Kommunen wird gewählt, außerdem werden 14 Landkreistage neu bestimmt. Zur Unterscheidung der Unterlagen für die Kommunal- und Europawahl hat der Landeswahlleiter mehrere Farben der Umschläge und Stimmzettel von rot, blau und weiß (Europa), über grün, rosa und orange (Kommunen) bis gelb und beige (Kreistage) bestimmt. „Das wird insbesondere bei der Organisation der Briefwahl ganz schön hastig“, sagt die Landeswahlbüro-Leiterin Angelika Behrend.