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Köpfe 2014: Andrea Voßhoff, (CDU), Bundesdatenschutzbeauftragte

Die 55-jährige Juristin und CDU-Politikerin aus Brandenburg wurde am 19. Dezember vom Bundestag zur neuen Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit gewählt.

Ihr Vorgänger Peter Schaar musste nach zehn Jahren aus dem Amt scheiden. Eine Entscheidung, die von etlichen Datenschützern kritisiert wird, da Voßhoff als Bundestagsabgeordnete für mehrere datenschutzrechtlich umstrittene Gesetzesvorhaben wie zum Beispiel die Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchungen und Internetsperren gestimmt hatte und deshalb von einigen als ungeeignet für den Posten der obersten Datenhüterin eingestuft wird.

Ihr Agieren wird deshalb nicht nur von Mitgliedern der Oppositionsparteien genau und kritisch beobachtet werden. Andrea Voßhoff ist sich der Vorbehalte bewusst: „Ich nehme die Kritik entgegen. Und dort, wo sie sachlich ist, nehme ich sie auch an“, sagte sie. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben kündigte sie an, in Zukunft den „einen oder anderen Akzent anders setzen“ zu wollen. Welche das sind, hat sie bisher noch nicht näher erläutert. Für die Geheimdienst-Spähaffäre fordert die Datenschutzbeauftragte Lösungen auf internationaler Ebene.

Die verheiratete Katholikin stammt aus dem Emsland und lebt seit 1991 in Rathenow/Havelland. In Brandenburg startete sie ihre politische Karriere als Vorsitzende der CDU Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung. Ihren Sitz im Bundestag, den sie seit 1998 innehatte, hat die rechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion bei der Parlamentswahl im September 2013 verloren. Ihre neue Aufgabe betrachtet die CDU-Politikerin als „große Herausforderung“.