Drogenfund

Zoll entdeckt 220 Kilo Opium im Wert von 1,5 Millionen Euro

Beamte der Zollfahndung Berlin-Brandenburg sind nahe der polnischen Grenze in Mecklenburg-Vorpommern auf eine riesige Menge Rohopium gestoßen, die Richtung Berlin transportiert wurde.

Bei der Kontrolle eines Lkws mit türkischen Kennzeichen auf der Autobahn A11 bei Pomellen (Vorpommern-Greifswald) fanden die Fahnder 220 Kilogramm Rohopium, den Grundstoff für die Herstellung von Heroin. Der Straßenverkaufswert wird mit 1,5 Millionen Euro beziffert. Die Drogenfund erfolgte bereits am 27. November gegen 22.30 Uhr, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg am Mittwoch.

Die Ladefläche des Lastwagens war leer und enthielt keine Ladung, doch beim Röntgen des Fahrzeugs fielen Unregelmäßigkeiten in den Spriegelbrettern auf, die sich hinter den Planen befinden. In Hohlräumen der Bretter waren 200 Pakete verborgen, die jeweils 1,1 Kilo Rohopium enthielten. Aus Rohopium wird Heroin hergestellt. Normalerweise geschieht das schon an den Herkunftsorten – etwa in Afghanistan. Dass so große Mengen Opium in Deutschland verarbeitet werden, ist ungewöhnlich. Die Ermittlungen des Zolls dauern an.

Der Drogenfund, die größte Menge Rohopium in der Region seit Jahrzehnten, wurde beschlagnahmt. Der 57 Jahre alte türkische Fahrer wurde festgenommen. Er befindet sich in Untersuchungshaft und schweigt bislang. Das Zollkriminalamt wird am Donnerstag den Fund in Berlin präsentieren und weitere Details bekannt geben.