Bildung

20 Brandenburger Grundschulen sollen geschlossen werden

Die von der rot-roten Landesregierung eingesetzte Demografiekommission zur Grundschulversorgung im ländlichen Raum unter Vorsitz der früheren Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, Ute Erdsiek-Rave (SPD), wird am Montag den Abschlussbericht an Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) übergeben.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost droht in den berlinfernen Regionen in den Jahren ab 2015 ein weiterer Rückgang der Schülerzahlen um bis zu 50 Prozent. Er wird sich aber auch im Berliner Umland stark bemerkbar machen – in einigen Regionen sogar bis 30 Prozent. Die Schließung von rund zehn bis 20 Grundschulen werde nicht zu vermeiden sein.

Wegen des Schülermangels mussten rund 200 Grundschulen und 200 weiterführende Schulen dichtmachen. Um eine Schließungswelle wie Ende der 90er-Jahre zu verhindern, gibt das Expertengremium nach Morgenpost-Informationen fünf Hauptempfehlungen. So sollen die Schulen Filialen gründen dürfen. Die Lehrer müssten entsprechend ihres Einsatzes an mehreren Standorten qualifiziert werden. Die Kommission rät dazu, Grundschulen im Bedarfsfall gemeindeübergreifend zu organisieren. Auch empfiehlt die Kommission, dass es keine weitere Absenkung der Mindestschülerzahl pro Jahrgang geben sollte. Und: Die Landesregierung solle auch für die weiterführenden Schulen ein Konzept erstellen. Die Experten hatten im Herbst 2012 die Arbeit aufgenommen.