Zusammenstoß

Bergungsarbeiten nach Zugunglück abgeschlossen

Drei Tage nach dem Zugunglück am Bahnhof Hosena (Oberspreewald-Lausitz) sind die Bergungsarbeiten weitgehend abgeschlossen.

Das bestätigte am Donnerstag eine Bahnsprechering. Nun müssen die Schäden an der Infrastruktur beseitigt werden. Unter anderem wurden beim Zusammenstoß zweier Güterzüge etwa 100 Meter Gleise und mehr als ein Kilometer Oberleitungsanlagen beschädigt. Ziel ist es, bereits am Montag einen eingeschränkten Bahnverkehr wieder aufzunehmen. Bei dem Unfall am Montagabend war ein leerer Güterzug der Bahntochter DB Schenker auf einen mit 3500 Tonnen Splitt beladenen Güterzug eines privaten Unternehmens aufgefahren. Ein Lokführer wurde leicht verletzt. Bereits im Juli 2012 hatte es nur etwa 200 Meter entfernt ein weitaus schwereres Unglück gegeben. Beim Zusammenstoß zweier Güterzüge war ein Bahnmitarbeiter getötet worden.

Die Suche nach den Ursachen des aktuellen Unfalls geht weiter. Laut Moritz Huckebrink, Sprecher des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA), werden Stellwerksanlagen untersucht und die Funkgespräche ausgewertet. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Experten vom Auslesen des Diagnosegerätes der zweiten Lok. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum der Zug in den noch besetzten Gleisabschnitt eingefahren ist. Nach EBA-Angaben ist an dem Streckenabschnitt eine Zugbeeinflussungsanlage installiert. Das System sorgt eigentlich dafür, dass beim Überfahren eines Halt-Signals eine Zwangsbremsung ausgelöst wird.