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Zigarettenschmuggel: Kennzeichendoublette lässt Kurierfahrer auffliegen ++ Neuer Garten: Schlossküche als Ruine wieder fast fertiggestellt ++ Protest: Professoren fordern Stopp der Hochschulfusion

Kennzeichendoublette lässt Kurierfahrer auffliegen

Ein außergewöhnlicher Zufall ist einem polnischen Schmuggler auf der Autobahn A2 Berlin–Hannover zum Verhängnis geworden. Der Fahrer des Kleintransporters hatte am Montag in Richtung Hannover fahrend ein baugleiches Fahrzeug mit dem gleichen Kennzeichen überholt. Dessen Fahrer traute wegen des Nummernschildes seinen Augen nicht und rief die Polizei. Beamte der Direktion West waren in der Nähe und lotsten den „Doppelgänger“ auf den Rastplatz Buckautal (Potsdam-Mittelmark). Im Innenraum fand die Polizei das Originalkennzeichen, im Laderaum mehr als 500.000 illegal eingeführte Zigaretten. Dem Zoll erklärte der Fahrer, er habe für die Kurierfahrt 200 Euro erhalten. Der verhinderte Steuerschaden wird auf 90.000 beziffert.

Schlossküche als Ruine wieder fast fertiggestellt

Die Sanierung der Schlossküche am Marmorpalais im Neuen Garten ist fast abgeschlossen. Wie einst im 18. Jahrhundert sei das Bauwerk als antike Tempelruine in den vergangenen zwei Jahren wieder stilgerecht hergerichtet worden, teilte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten am Dienstag in Potsdam mit. Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. (1744–1797) hatte das Marmorpalais am Heiligen See als Sommerresidenz und die Schlossküche im Stile einer Tempelruine erbauen lassen. Die etwas abseits gelegene Küche ist durch einen unterirdischen Gang mit dem Schloss verbunden. In den vergangenen Monaten wurden unter anderem das Dach erneuert, feuchte Wände trocken gelegt oder die Natursteine gesäubert. Spuren der einstigen Nutzung als Schlossküche wurden ebenso konserviert wie ein Kaminzug.

Professoren fordern Stopp der Hochschulfusion

In einem Protestbrief haben 69 Cottbuser Professoren die Landesregierung zum Stopp des Fusionsprozesses beider Lausitzer Hochschulen aufgefordert. Das vom Landtag im Januar beschlossene Fusionsgesetz solle bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ausgesetzt werden, so die Hochschullehrer nach Angaben der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) vom Dienstag. Die Lage sei seit der am 1. Juli vollzogenen Verschmelzung der beiden Hochschulen deprimierend, hieß es. Die alten Senate müssten wieder eingesetzt werden. Das Protestpapier wurde von zwei Dritteln der Cottbuser Professoren unterzeichnet.