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Entschädigung: Wölfe reißen fünf Schafe bei Beelitz ++ Alkoholmissbrauch: 13-jähriges Mädchen nach Komasaufen im Krankenhaus ++ Dahme-Spreewald: Untreueverdacht gegen CDU-Kreisgeschäftsführerin

Wölfe reißen fünf Schafe bei Beelitz

Ein Rudel Wölfe hat in einem Gehege in Beelitz (Potsdam-Mittelmark) fünf Schafe gerissen. „Es waren vermutlich drei Tiere“, bestätigte der zuständige Gutachter Kay-Uwe Hartleb. „Die tödlichen Bisse in die Kehlen der Schafe stammten von Wölfen, außerdem waren auf einem benachbarten Feld die Spuren der Tiere eindeutig zu erkennen“, sagte Hartleb. Die Schafe seien allerdings ansonsten unversehrt gewesen. „Wahrscheinlich wurden die Wölfe gestört, etwa durch ein vorbeifahrendes Auto, und haben die Flucht ergriffen.“ Damit seien in diesem Jahr in Brandenburg 22 Schafe von Wölfen gerissen worden, sagte Achim Wersin, Sprecher des Landesumweltministeriums. Der Schäfer werde nach dem Wolfsmanagementplan entschädigt. In Brandenburg leben nach Schätzungen des Ministeriums bis zu 90 Wölfe.

13-jähriges Mädchen nach Komasaufen im Krankenhaus

Ein 13-jährige Mädchen ist in Cottbus nach einem Trinkgelage bis zur Bewusstlosigkeit, dem sogenannten Komasaufen, besinnungslos in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatte sich das Mädchen mit einer gleichaltrigen Freundin eine Flasche Schnaps aus einem Zeitungskiosk besorgt. Anschließend haben beide laut Polizei die Flasche fast auf Ex geleert. Die Beamten fanden die Mädchen betrunken im Stadtgebiet. Während die eine nicht mehr ansprechbar war und per Rettungswagen in ein Krankenhaus kam, wurde die andere mit knapp 1,3 Promille bei ihren Eltern abgeliefert. Gegen den Kioskbesitzer wird wegen unerlaubter Abgabe von Alkohol an Minderjährige und gegen die Erziehungsberechtigten wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht ermittelt.

Untreueverdacht gegen CDU-Kreisgeschäftsführerin

Die CDU-Kreisgeschäftsführerin von Dahme-Spreewald ist wegen Untreueverdachts fristlos entlassen worden. Sie soll in die Kasse des Kreisverbands gegriffen und einen „erheblichen finanziellen Schaden“ angerichtet haben. „So etwas hat es meines Wissens in der brandenburgischen CDU noch nicht gegeben. Wir befinden uns im Schockzustand“, sagte Verbandssprecherin Elisabeth Prott am Donnerstag. Eine genaue Zahl nannte sie jedoch nicht. Parteikreise sprechen von mehreren 10.000 Euro. „Gegen sie wurde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Cottbus gestellt und ein Anwalt eingeschaltet, der Regressansprüche gegen die ehemalige Kreisgeschäftsführerin einleitet“, sagte Prott. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft konnte den Fall zunächst nicht bestätigen.