Widerspruch

Gemeinden wehren sich gegen Ergebnis der Volkszählung

Mehr als jede zehnte brandenburgische Gemeinde hat Widerspruch gegen das im Mai vorgelegte amtliche Ergebnis der Volkszählung eingelegt.

Von den 419 Gemeinden, die vom Amt für Statistik Berlin Brandenburg einen Bescheid erhalten haben, wehrten sich 47 Gemeinden. Das berichtet Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Wegen der laufenden Verfahren nannte er die Beschwerdeführer nicht. Die Volkszählung hatte vielerorts eine geringere Einwohnerzahl ergeben. Diese entscheidet über die Höhe der Zuwendungen des Landes an die Kommunen. Eisenhüttenstadt ist mit etwa fünf Prozent weniger Einwohnern in Brandenburg am stärksten betroffen. Die Zählung hatte ergeben, dass am Stichtag 9. Mai 2011 dort 28.219 Menschen lebten. In der Stadt waren am 9. August 2011 rund 1600 Einwohner mehr registriert. Die Kommune hatte angekündigt, gegen den Bescheid vorzugehen.