Verfahren

Staatsanwalt ermittelt gegen Abgeordneten wegen Beleidigung

Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt wegen Beleidigung gegen den CDU-Landtagsabgeordneten und früheren Generalsekretär Sven Petke.

Im Streit mit einem Wachmann des Landtages soll Petke am 28. August Bezüge zum „Dritten Reich“ und „SA-Verhältnissen“ hergestellt haben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam, Christoph Lange, auf Anfrage. Zu der Auseinandersetzung gebe es mehrere Aussagen von Ohrenzeugen. Das Zitat „Du Nazi“ sei aber wohl nicht gefallen. Der Wachmann hatte den 45-jährigen CDU-Politiker angezeigt. Der Abgeordnete war damals zu spät im Landtag angekommen und hatte es eilig. Denn nach dem Rücktritt von Matthias Platzeck (SPD) sollte ein neuer Ministerpräsident gewählt werden. Petke fand auf dem Gelände keinen Parkplatz, da kam es offenbar zu einem Wortgefecht. Der Wachschützer in schwarzer Uniform wollte ihn angeblich vom Gelände schicken. Petke sagte am Donnerstag: „Ich weiß offiziell nichts von einer Anzeige gegen mich.“ Der Wachmann und er hätten nur ihre Jobs machen wollen. „Das hätte besser klappen können. Es wurde niemand beleidigt“, so Petke. Schon einmal war ihm Beleidigung vorgeworfen worden: Er soll einen Rangsdorfer Schulleiter als „kleinen, verschissenen Beamten“ bezeichnet haben.