Fernsehen

Lausitzer Tierfilmer zeigt Wölfe im TV-Krimi

Die Rückkehr des Wolfes und damit verbundene Ängste spielen im nächsten „Polizeiruf 110“ aus Brandenburg eine Rolle.

Tierfilmer Sebastian Koerner sieht in dem Krimi die Chance, ein breites Publikum zu erreichen. „Es ist schön, dass das Thema auf diese Weise auf eine große Gemeinde transportiert werden kann“, sagte der Wildbiologe aus Spreewitz an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg. Er hat in der Lausitz ein Rudel junger Wölfe gefilmt. Diese Originalaufnahmen sollen in der Krimifolge gezeigt werden.

„Ich finde es toll, dass die Tiere durch meine dokumentarischen Aufnahmen für sich sprechen können“, sagte Koerner. Ihm sei klar, dass im Film auch das Unheimliche des Wolfs eine Rolle spielen werde. Die sei legitim. „Es sind schließlich Tiere, die das Vermögen haben, sogar einen Menschen zu töten. Es ist ein Stück elementare Natur, die nach Deutschland zurückkommt“, sagte der Tierfilmer. Mit diesen Ängsten müsse man sich beschäftigen. Seine Filmaufnahmen vermittelten jedoch ein anderes Bild: „Das sind freundliche Familienwesen und nicht irgendwelche Einzelkämpfer.“

Koerner hat die Filmerei durch seine Frau, Wolfsexpertin Gesa Kluth, entdeckt. Diese forscht seit 2001 über die kurz zuvor aus Polen in die Lausitz eingewanderten Wölfe. Inzwischen gibt es nach Angaben von Koerner 14 Wolfsrudel und territoriale Wolfspaare in der Lausitz. Bundesweit seien es 24, sagte der Experte.