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Angeklagt: Prozess gegen Rocker fortgesetzt ++ Unterkünfte: Mehr Platz für Flüchtlinge im Oberspreewald-Lausitz-Kreis ++ Ermittlungen: Todesursache nach Hausbrand geklärt ++ Immobiliengeschäfte: Grünen-Fraktionschef wirft Minister Gesetzesbruch vor

Prozess gegen Rocker fortgesetzt

Am Landgericht Cottbus ist am Mittwoch der Prozess gegen zwei Angehörige des Rockermilieus fortgesetzt worden. Den 23 und 27 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, in Drogengeschäfte verwickelt zu sein. Zu den Anklagepunkten zählen Erpressung und mehrfache Körperverletzung. Die Taten waren 2011/2012 in Cottbus begangen worden. Am Mittwoch stand eine weitere Zeugenvernehmung an. Sollten sich die Angeklagten geständig zeigen, könnte es auf eine „Verständigung“ hinauslaufen, was das Verfahren erheblich verkürzen würde. Die zwei Männer sollen einer Nachfolgeorganisation der Hells Angels angehören.

Mehr Platz für Flüchtlinge im Oberspreewald-Lausitz-Kreis

Auch der Landkreis Oberspreewald-Lausitz stellt sich auf die steigende Zahl von Flüchtlingen ein. Um für sie mehr Platz zu schaffen, wird dort jetzt eine Gemeinschaftsunterkunft in Senftenberg ausgebaut. Der offizielle Spatenstich für den Erweiterungsbau war am Mittwoch im Ortsteil Sedlitz. Spätestens im Frühjahr 2014 sollen in dem Asylbewerberheim 131 Menschen unterkommen, 29 mehr als bisher. Die Kosten für den Neubau belaufen sich nach Angaben der Kreisverwaltung auf rund 630.000 Euro. Bisher leben in Sedlitz überwiegend Zuwanderer aus Russland, Afghanistan, Syrien und dem Irak. Im gesamten Kreis Oberspreewald-Lausitz gibt es 268 Asylbewerber.

Todesursache nach Hausbrand geklärt

Nach dem Brand eines Einfamilienhaus in Roddan (Prignitz) ist die im Schutt entdeckte Leiche obduziert worden. Als Todesursache wurde eine Rauchgasvergiftung mit Vorschädigungen von den Rechtsmedizinern festgestellt, teilte die Polizei in Neuruppin mit. Allerdings konnte das Brandopfer noch immer nicht identifiziert werden. Rettungskräfte hatten Ende vergangener Woche die Leiche in dem Roddaner Haus entdeckt. Als Brandursache nimmt die Polizei einen technischen Defekt an. Das Haus ist einstürzgefährdet und kann vorerst nicht betreten werden. Bei dem Toten könnte es sich um einen Bewohner des Hauses handeln.

Grünen-Fraktionschef wirft Minister Gesetzesbruch vor

In der Affäre um möglicherweise unsaubere Immobiliengeschäfte in Oranienburg werfen die Bündnisgrünen Finanzminister Helmuth Markov (Linke) Gesetzesbruch vor. Dem RBB-Nachrichtenmagazin „Klartext“ sagte Fraktionschef Axel Vogel, der Verkauf des 65 Hektar großen Grundstücks durch die landeseigene Brandenburgische Boden Gesellschaft sei ohne Beteiligung des Haushaltsausschusses im Landtag gelaufen. Wegen der Größe von Fläche und Kaufpreis hätte das Gremium aber zwingend eingebunden werden müssen. Finanzminister Markov wies die Vorwürfe zurück. „Das entspricht nicht der Wahrheit“, sagte der Minister.