Aktionsprogramm

Hochallergene Ambrosia-Pflanze breitet sich aus

Die hochallergene Ambrosia-Pflanze wächst und wächst: In der Niederlausitz sind in diesem Jahr bereits etwa eine Million Pflanzen gezählt worden.

Bis Ende des Jahres rechne er mit mehreren Millionen – so wie in den vergangenen Jahren, sagte der Meteorologe Thomas Dümmel von der Freien Universität Berlin (FU). Am Metereologischen Institut der FU wird die Bekämpfung der Ambrosia in Berlin und Brandenburg koordiniert. So wird hier auch ein im Internet abrufbarer Atlas erstellt, der alle Fundstellen der Pflanze verzeichnet.

Sieben bis zehn Ambrosia-Pollen pro Kubikmeter Luft reichen aus, um bei Allergikern eine starke allergische Reaktion auszulösen. Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) wies in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage darauf hin, dass die Grundstückseigentümer oder -Nutzer für die Bekämpfung zuständig sind. Die Kommunen könnten aber auch über Fördermaßnahmen die Bekämpfung unterstützen.

Laut Forscher Dümmel gab es aus der Umgebung von Cottbus in diesem Jahr bereits rund 140 Fundmeldungen. Im vergangenen Jahr registrierte er insgesamt rund 300 Funde in diesem Gebiet. In anderen Regionen Brandenburgs werde längst nicht so intensiv gesucht. Aber auch dort seien große Ambrosiavorkommen möglich. Brandenburg beteiligt sich an einem bundesweiten Aktionsprogramm des Julius-Kühn-Instituts zur Bekämpfung der Ambrosia-Pflanze.