Tot im Wasser

Vermisste Behinderte ertrunken – vermutlich Unfall

Es sollten ein paar frohe Ferientage für die Behinderten in Brandenburg werden.

Dann verschwindet eine junge Frau. Am Sonntag dann die traurige Gewissheit: die geistig Behinderte treibt tot im Wasser. Die vermisste junge Frau aus Sachsen ist am Sonntagmorgen tot im Wasser des Huschtesees (Landkreis Dahme-Spreewald) entdeckt worden. Die 18-Jährige war seit Freitagnachmittag verschwunden, sagte Polizeisprecher Ralph Meier am Sonntag. Ein Verbrechen wird nach ersten Erkenntnissen ausgeschlossen. Eine Obduktion soll im Laufe der kommenden Woche die genaue Todesursache klären. Vermutlich ertrank die junge Frau. Die Ermittlungen laufen noch.

70 Feuerwehrleute, Polizisten und Freiwillige hatten nach der Vermissten gesucht. Zusätzlich wurden die Bürger über Lautsprecherdurchsagen auf den Fall aufmerksam gemacht. Mit einem Polizeihubschrauber und Spezialhunden wurde das Gelände abgesucht. Die Vermisste sei nur mit einem Bikini bekleidet und habe die Nacht wahrscheinlich im Freien verbracht, teilte die Polizei noch am Sonnabend mit.

Die junge Frau hatte mit einer Gruppe aus einer Behinderteneinrichtung aus Radeberg in Sachsen im Kinder- und Jugendzentrum Prieros ein paar Urlaubstage verbracht. Als die junge Frau verschwand, war zunächst angenommen worden, dass sie sich im Wald verirrt haben könnte. Sie könne sich nicht artikulieren, wäre orientierungslos und hätte allein nicht zurückgefunden.