Radfahren

Landesverkehrswacht: „Helmpflicht könnte Radunfälle vermeiden“

Die Brandenburger Landesverkehrswacht plädiert für eine allgemeine Helmpflicht für Fahrradfahrer.

Mit Helm könnten viele schwere Fahrradunfälle vermieden werden. Sie bedauere die Ansicht der Landesregierung, dass für eine Helmpflicht nicht genug Gründe vorliegen würden, teilte die Verkehrswacht am Sonntag mit. Das hatte das Infrastrukturministerium in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage geschrieben.

In den vergangenen zehn Jahren starben bei Verkehrsunfällen im Land fast 260 Radfahrer. Wie viele der tödlich Verunglückten beim Unfall einen Helm trugen, lässt sich nach Angaben des Ministeriums indes nicht sagen, weil dies bei der Aufnahme durch die Polizei nicht vermerkt wird. Es fehle an einer wissenschaftlichen Auswertung von Fahrradunfällen, bei denen kein Helm getragen wurde, heißt es. Insofern empfiehlt die Regierung nur das Tragen eines Helms – auch weil sie befürchtet, eine Pflicht könnte das Radfahren unattraktiver machen. Von 2003 bis 2012 registrierte die Polizei im Land insgesamt mehr als 30.000 Unfälle mit Radfahrern.

Der Präsident der Landesverkehrswacht Brandenburg, Jürgen Maresch, betonte, eine Helmpflicht sei notwendig und geboten. Er verwies dabei auf eine Entscheidung des schleswig-holsteinischen Oberverwaltungsgerichts, wonach sich Radfahrer bei einem Unfall mitschuldig machen, wenn sie keinen Helm tragen.