Umweltbelastungen

Greenpeace misst den Rostschlamm im Spreewald

Greenpeace-Aktivisten haben in den vergangenen drei Tagen den Eisen- und Sulfatgehalt an mehreren Stellen im Spreewald überprüft.

Das Ziel des Messcamps war es, die Folgen des jüngsten Hochwassers zu ermitteln. „Es zeichnet sich ein differenziertes Bild ab“, sagte Niklas Schinerl von der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Im Biosphärenreservat sei die Eisenbelastung eher gering. Dies hätten erste Schnelltests ergeben, sagte Schinerl.

Im Südwesten des Spreewaldes hingegen wurden sehr hohe Eisen- und Sulfatwerte festgestellt. Vor allem das Vetschauer Mühlen- und Greifenhainer Fließ sowie die Wudritz seien in einem schlechten Zustand. Der Eisengehalt habe sich aber im Zuge des Hochwassers nur leicht erhöht. Um die jüngste Hochwasserlage im Süden Brandenburgs zu entspannen, wurde in der Talsperre Spremberg kontrolliert Wasser abgelassen. Der Stausee zwischen Spremberg und Cottbus hat folglich den Rostschlamm aus alten Braunkohlegruben nicht mehr abgehalten.

Seit Monaten wird der Zustand der Spree in der Lausitz beklagt. Durch eine hohe Belastung mit Eisenhydroxid verfärbt sich das Wasser bräunlich. Die sogenannte Verockerung ist eine Spätfolge des Braunkohlebergbaus in der Region. Um eine Ausweitung der Verockerung durch neue Tagebaue zu verhindern, fordert Greenpeace den Ausstieg aus dem Braunkohleabbau bis zum Jahr 2030.