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Haftbefehl: Nachbar soll 84-Jährige ermordet haben ++ Unfälle: Zwei Radfahrer in Templin und Langerwisch getötet ++ Energie: Ökostrom für alle Landesbehörden ++ Architektur: Herzberger Gymnasium wird Denkmal des Monats

Nachbar soll 84-Jährige ermordet haben

Der Mord an einer 84-jährigen Frau in Forst (Spree-Neiße) ist aufgeklärt. Eine 18 Mitglieder starke Sonderkommission der Polizei hat einen 42 Jahre alten Nachbarn unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft Cottbus mitteilte, ist gegen den stark drogenabhängigen Mann am Donnerstag Haftbefehl erlassen worden. „Die Anschuldigung lautet auf Mord aus Heimtücke und Habgier“, so Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon. Zum Tatmotiv habe sich der 42-Jährige nicht geäußert. Jedoch sei die Finanzierung seiner Drogensucht als Hintergrund wahrscheinlich. Die Frau wurde Ende Juni von Verwandten tot in ihrer Wohnung gefunden. Durchwühlte Schubladen und Schränke deuteten auf ein Verbrechen hin, was dann durch das Obduktionsergebnis bestätigt wurde.

Zwei Radfahrer in Templin und Langerwisch getötet

– Eine 48-jährige Radfahrerin ist am Donnerstag in Templin (Uckermark) beim Zusammenstoß mit einem Auto tödlich verletzt worden. Sie sei noch am Unfallort gestorben, teilte die Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder) mit. Auf der Bundesstraße 2 bei Michendorf starb am Mittwochabend ein 46 Jahre alter Fahrradfahrer aus Brandenburg. Er war von einem Lastwagen angefahren worden. Der 46-Jährige sei von der Straße geschleudert worden und an der Unfallstelle gestorben, so die Polizei. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt, stand aber unter Schock, er habe den Mann übersehen, weil dieser ohne Licht gefahren sei, so eine Polizeisprecherin. Außerdem soll der 52-jährige Lkw-Fahrer viel zu schnell unterwegs gewesen sein. Die Bundesstraße war in Fahrtrichtung Beelitz vorübergehend gesperrt.

Ökostrom für alle Landesbehörden

Im Land der Braunkohle setzt die Landesregierung künftig selbst auf Ökostrom. Die Landesbehörden sollen von Januar 2014 an komplett mit Ökostrom versorgt werden, wie der Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) am Donnerstag mitteilte. Die Stadtwerke Potsdam und Cottbus setzten sich den Angaben zufolge unter sieben Bietern durch und werden den Ökostrom künftig liefern. Sie seien überrascht gewesen, dass der Strom aus erneuerbaren Energien ähnlich teuer sei wie ein Strommix, sagte eine BLB-Sprecherin. „Auch deshalb haben wir jetzt diese Entscheidung getroffen.“

Die Landesverwaltung spare damit jährlich etwa 20.000 Tonnen Kohlendioxid, hieß es. Aktuell liege der Ökostrom-Anteil bei der Versorgung von Behörden, Hochschulen und anderen Einrichtungen bei 73 Prozent.

Herzberger Gymnasium wird Denkmal des Monats

Das Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Herzberg (Elbe-Elster) wird im August brandenburgisches „Denkmal des Monats“. Wie der Initiator des Preises, die Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“, am Donnerstag mitteilte, findet die Auszeichnung am 22. August auf dem Schulhof des Gymnasiums statt. Das historische Schulgebäude wurde 1861 als Backsteinbau errichtet und im Laufe der Jahre immer wieder erweitert. Vor 100 Jahren erhielt die Fassade eine Bronzebüste ihres Namenspatrons, des Reformators Philipp Melanchthon (1497–1560). Dieser hatte im Jahr 1538 gemeinsam mit Martin Luther die später deutschlandweit geltende „Herzberger Schulordnung“ verfasst. Seit 1991 beherbergte der Bau die „Erweiterte Oberschule“, die später zum Gymnasium wurde.