Universitätsleitung

Birger Hendriks soll neue Cottbuser Uni bis Ende 2013 leiten

Die märkische Wissenschaftslandschaft hat jetzt eine neu strukturierte Technikhochschule.

Die umstrittene Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg nahm am Montag den Lehr- und Forschungsbetrieb auf. Darin sind die frühere BTU Cottbus und die Hochschule Lausitz mit allen 10.000 Studenten sowie Mitarbeitern vereint. Aus Protest zogen BTU-Studenten und Mitarbeiter in einem Trauermarsch durch die Stadt und trugen die aufgelöste alte BTU Cottbus in einem Sarg symbolisch zu Grabe.

Zum Gründungsbeauftragten bestellte Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) in Cottbus den 67-jährigen Juristen Birger Hendriks. Der bisherige Beauftragte für die Hochschulregion Lausitz soll den Zusammenschluss begleiten. Wie er ankündigte, sollen die neuen Gremien bis Ende Oktober gebildet werden. Dann könne der BTU-Gründungspräsident Ende 2013 gewählt werden. Die Ministerin sagte, die Neugründung der Universität diene angesichts der sinkenden Bevölkerungszahl in der Region dem Erhalt der Hochschulstandorte Cottbus und Senftenberg.

Gegner der BTU-Auflösung waren vor einigen Tagen mit dem Versuch gescheitert, per Eilanträgen zu Verfassungsklagen die Neugründung am 1. Juli zu verhindern. Wann das Bundes- und das Landesverfassungsgericht über die Klagen entscheiden, steht noch nicht fest. Zudem läuft bis 9. Oktober ein Volksbegehren gegen die Fusion.