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Das Leid der Tiere

Opfer Das Hochwasser hat Tausende Wildtiere das Leben gekostet. „Viele Rehe und Hasen, einige Füchse, auch Mäuse und Maulwürfe sind ertrunken“, sagt der Präsident des Landesumweltamts, Matthias Freude. Auch zahlreiche Vogelnester von Wiesenbrütern wurden überspült. „Sogar Biber ertrinken, wenn die Strömung zu stark ist oder sie in ihren Bauen eingeschlossen werden und ersticken.“ Die größten Auswirkungen hat die Flut bei Spinnen und Insekten. „Millionen kleiner Krabbeltiere sind betroffen“, so Freude. Sogar Fische leiden: „Schwierig wird es, wenn das Wasser auf Flächen länger steht.“ Der Sauerstoffvorrat sei rasch aufgebraucht. Gerade jetzt bei den hohen Temperaturen. „Ein Fischsterben ist programmiert.“

Profiteure Störche, Kraniche, Graureiher und andere fischfressende Arten gehören zu den Profiteuren. Regenwürmer sowie Mäuse und Maulwürfe brauchen sie nur aufzusammeln. Viele Flüchtlinge überleben sie aber auch unbeschadet. „Die Tiere haben in ihrer Entwicklungsgeschichte Hochwasser schon oft erlebt“, sagt Landes-Umweltsamtschef Mathias Freude. „Manche haben im Laufe der Jahrmillionen erstaunliche Mechanismen entwickelt, um Flutkatastrophen zu entgehen.“ Alle Säugetiere können schwimmen. Sogar Spinnen entkommen manchmal den Wassermassen. „Sie geben seidene Fäden in die Luft ab, lassen sich vom Wind wie an kleinen Fallschirmen davontragen“, so Freude.