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Prozess: Bewährungsstrafe für Arzt mit verstümmeltem Finger ++ Sachsenhausen: Weiterer Komplex in Gedenkstätte fertig

Bewährungsstrafe für Arzt mit verstümmeltem Finger

Weil er sich nach Überzeugung des Amtsgerichts Potsdam in Betrugsabsicht selbst verstümmelt hat, ist ein Zahnarzt zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Die Richter sprachen den Mediziner aus Fichtenwalde am Dienstag des Vortäuschens einer Straftat und versuchten Betrugs schuldig. Ihrer Einschätzung nach hat sich der 43-Jährige selbst einen Finger abgeschnitten, um von seiner Versicherung Geld zu kassieren. Der Zahnarzt hatte beteuert, im März 2012 das Opfer eines Überfalls geworden zu sein. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert, die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 24.000 Euro. Die Verteidigung kündigte an, in Berufung zu gehen.

Weiterer Komplex in Gedenkstätte fertig

Eines der letzten originalen Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen in Oranienburg (Oberhavel) ist für rund 1,5 Millionen Euro rekonstruiert worden. Damit ist es der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten gelungen, einen wesentlichen Komplex zur Darstellung der Täter zu erhalten, teilte das Innenministerium am Dienstag zum Abschluss der Arbeiten mit. In dem früheren Wirtschaftsgebäude mussten KZ-Häftlinge SS-Männer bedienen. Der Holzbau beherbergte Offizierskasinos, Speisesäle und Küchen. Zudem gab es in der Truppenkantine auch Kinovorführungen.