Polizei

Landeskriminalamt warnt vor gefälschten Zwei-Euro-Stücken

In Brandenburg ist immer mehr Falschgeld im Umlauf.

Wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte, ermittelte die Polizei im vergangenen Jahr in 933 Fällen. Dabei ging es um 1314 nachgemachte Banknoten. 2011 wurde in 636 Fällen mit 830 sichergestellten „Blüten“ ermittelt. Damit liegt Brandenburg beim Falschgeld im Mittelfeld. Spitzenreiter ist Berlin.

Im Münzbereich sind 2012 zwischen Elbe und Oder verstärkt Fälschungen des Zwei-Euro-Geldstücks aufgetaucht. 805 solcher Münzen wurden von Ermittlern aus dem Verkehr gezogen. Mit weitem Abstand folgen die Ein-Euro-Münze (120) und das 50-Cent-Stück (26). Den durch Falschgeld 2012 angerichteten Schaden bezifferte das LKA mit 58.000 Euro. Die in Brandenburg aufgetauchten „Blüten“ sollen allesamt aus Italien stammen und im Raum Neapel produziert worden sein. „In Brandenburg beschränkt sich die Falschgeld-Kriminalität auf das Inverkehrbringen“, sagte LKA-Sprecherin Karina Schulter. Vor allem in Supermarktketten, in Apotheken sowie an Tankstellen wird demnach versucht, die „Blüten“ an den Mann oder die Frau zu bringen.

Den größten Fang machte die Polizei im Mai 2012, als in Berlin ein Mann aus dem Landkreis Teltow-Fläming beim Bezahlen mit einer „Blüte“ aufflog. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung wurde ein in italienisches Zeitungspapier eingewickeltes Geldbündel entdeckt: 722 gefälschte 20-Euro-Scheine konnten beschlagnahmt werden. Dieser Fund zeigt: Die 20-Euro-Note ist unter Fälschern sehr beliebt. Insgesamt 819 nachgemachte Zwanziger wurden im vergangenen Jahr sichergestellt. Als Gründe nennt das LKA, dass der Zwanziger eine weit verbreitete Geldnote ist und im täglichen Zahlungsverkehr eine große Rolle spielt. Zudem verfügten die Fälscher über das Know-how, den Geldschein in hoher Qualität nachzumachen, sodass nicht ohne Weiteres zu erkennen ist, dass es sich um eine „Blüte“ handelt. Die LKA-Experten raten zu mehr Aufmerksamkeit: Im Zweifel sollte der Laie seine Geldscheine in die Hand nehmen und einfach mal „fühlen, sehen, kippen“.