Immobilie

Public Sprengung

Der Himmel wurde schwarz: 450 Kilogramm Sprengstoff waren nötig, um das alte Kraftwerksgebäude in Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) in sich zusammensacken zu lassen.

„Es lief alles wie geplant ab“, sagte zwar der Geschäftsführer der Thüringer Sprenggesellschaft, Martin Hopfe. Doch einige Hundert Schaulustige, die die Sprengung verfolgten, hatten mit den Folgen wohl nicht gerechnet. Denn für etwa 20 Sekunden wurde der Himmel düster. Eine dicke Wolke von Kohlen- und Betonstaub, der sich seit Jahrzehnten abgelagert hatte, hüllte die Besucher ein. Autos wurden von einer dicken Schmutzschicht überzogen. Fotografen, die die Sprengung im Bild festhalten wollten, hatten plötzlich trübe Linsen und mussten anschließend ihre Kameras umständlich reinigen. Mit der Sprengung ist das letzte Bauwerk des Mitte der 90er-Jahre stillgelegten Kraftwerkskomplexes Lübbenau-Vetschau beseitigt worden.