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Drogenschmuggel: Zoll stellt in Schönefeld 1,2 Kilo Heroin sicher ++ Rüge: Finanzgericht bei Verfahren zu langsam ++ Selbstjustiz: Entschuldigung bei Erntehelfern

Zoll stellt in Schönefeld 1,2 Kilo Heroin sicher

Zollfahnder haben am Flughafen Schönefeld einen Flugpassagier aus Berlin festgenommen, der 1,2 Kilogramm hochreines Heroin aus der Türkei einschmuggeln wollte. Der bereits einschlägig vorbestrafte 28-Jährige war Dienstagmittag aus Istanbul kommend in Berlin eingetroffen. Nachdem die Durchsuchung des Reisegepäcks ergebnislos verlaufen war, wurde das Rauschgift bei einer Leibesvisitation entdeckt. Der Schmuggler hatte fünf Heroin-Pakete in einer Art Nierengurt am Körper verborgen getragen.

Finanzgericht bei Verfahren zu langsam

Für ein Verfahren in einem einfachen Erbstreit hat sich das Finanzgericht Berlin-Brandenburg mehr als sechs Jahre lang Zeit gelassen – und sich damit eine Rüge vom Bundesfinanzhof eingehandelt. Deutschlands oberstes Steuergericht nannte die Verfahrensdauer unangemessen lang. „Während eines Zeitraums von fünfeinhalb Jahren war das Finanzgericht weitestgehend untätig geblieben“, urteilte der Bundesfinanzhof. Seit 2011 haben Kläger die Möglichkeit, überlange Verfahren zu rügen und unter Umständen sogar eine Entschädigung zu verlangen. Der Bundesfinanzhof befasste sich erstmals auf Grundlage des neuen Gesetzes mit der Problematik (Az.: XK 3/12).

Entschuldigung bei Erntehelfern

Nach einem Fall von Selbstjustiz im Kremmener Ortsteil Staffelde (Oberhavel) haben sich Dorfbewohner bei drei polnischen Erntehelfern entschuldigt. Am Montag waren die drei von einer Gruppe von bis zu fünf Einwohnern in einem Waldstück nach einem Wohnungseinbruch verprügelt und gefesselt worden. Sie waren aber unschuldig. Auch der Haupttäter entschuldigte sich am Mittwoch.