Kulturgeschichte

Bund fördert Stift Neuzelle erneut mit 300.000 Euro

Der Bund fördert das Stift Neuzelle in diesem Jahr mit 300.000 Euro.

– Damit wird das Kutschstallgebäude des früheren Zisterzienserklosters wieder hergestellt und erweitert, wie Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) am Freitag in Berlin bekannt gab. Dort sollen Teile der Neuzeller Passionsdarstellungen dauerhaft präsentiert werden.

Die weitgehend erhaltene Klosteranlage bei Frankfurt/Oder ist das nördlichste Beispiel süddeutschen und böhmischen Barocks in Europa. Preußen verstaatlichte die Anlage im Jahr 1815, seit 1996 wird sie umfassend saniert. Die barocken Neuzeller Passionsdarstellungen präsentieren die Leidensgeschichte und Auferstehung Jesu. Dies erfolgt in 15 Szenen mit rund 220 bemalten Tafeln, die unter anderem lebensgroße Figuren und Figurengruppen zeigen. Bis ins 19. Jahrhundert wurden sie vor Ostern nacheinander in der Klosterkirche aufgestellt. Seit 2001 werden sie restauriert. In einem Museumsbau des Klosters sollen ab April 2014 zwei Szenen dauerhaft präsentiert werden. Geschaffen hat die Passionsdarstellungen um 1751 der böhmische Maler Joseph Felix Seyfried. Nach Größe, Umfang und künstlerischer Qualität gelten sie als einmalig in Europa.

Seit 2009 stellte der Kulturstaatsminister insgesamt 1,25 Millionen Euro für den Klosterkomplex bereit.