Internet

Schulen und Polizei für besseren Schutz vor Cybermobbing

Schulen und Polizei wollen ihre Zusammenarbeit zum Schutz der Schüler vor Internetkriminalität weiter ausbauen.

Am Freitag haben Innenminister Dietmar Woidke und Bildungsministerin Martina Münch (beide SPD) ein entsprechendes Kooperationsabkommen unterzeichnet. Es ersetzt eine Vereinbarung, die vor zehn Jahren getroffen wurde. Sie orientiert sich jetzt stärker an den neuen Herausforderungen der digitalen Gesellschaft.

„Cybermobbing kristallisiert sich als ein ernsthaftes Thema im Schulleben heraus“, sagte Münch. Woidke ergänzte: „Wir wollen durch früh ansetzende Prävention das Entstehen von Gewalt und Kriminalität in der Schule verhindern, das Gefühl dafür stärken, was Recht und was Unrecht ist.“

Bundesweite Studien belegen, dass mindestens ein Drittel der Schüler Erfahrungen mit Cybermobbing-Attacken gemacht haben. Allerdings hätten viele Opfer eine große Scheu, um Hilfe zu bitten, sagen EU-Experten.

Das Landesinstitut für Schule und Medien habe reagiert und einen Ratgeber für Lehrer und Eltern online gestellt, hieß es. Zusätzlich erhalten die Schulen direkte Ansprechpartner bei der Polizei. Polizeibeamte kämen zur Präventionsarbeit in die Klassen, sagte Woidke. 855Schulen im Land unterhalten bereits Partnerschaften mit der Polizei.