Durchsuchung

300 Polizisten suchen bei Rockern nach Schusswaffen

Die Polizei hat am Donnerstagabend insgesamt 15 Objekte im Umfeld der Rockergruppierung Hells Angels durchsucht.

Betroffen waren Wohnungen, Bordelle und Bars, vor allem in Wedding und Wilmersdorf. Insgesamt 300 Polizisten durchsuchten von 19.15 Uhr an gleichzeitig die Objekte. Unter den Einsatzkräften waren auch 70 SEK-Beamte. Nach Angaben der Polizei handelte es sich nicht um eine Razzia. Hintergrund sei vielmehr ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Besitzes illegaler Schusswaffen. „Es gibt den begründeten Verdacht, dass sich in einem der Objekte Pistolen und Sturmgewehre befinden“, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich. Ziel der Aktion sei das Auffinden und Sicherstellen von Beweismitteln. Sturmgewehre unterliegen dem Kriegswaffenkontrollgesetz.

In einer Bar an der Gerichtstraße in Wedding wurden beispielsweise sieben Personen überprüft. Bis zum späten Abend wurden nach Angaben von Redlich lediglich Schreckschusswaffen bei den Durchsuchungen gefunden. Eine Bilanz der Aktion kündigte er für Freitag an.

Erst vor zwei Wochen wurden in Treptow-Köpenick bei der Kontrolle von Rockern eine Reihe von Hieb- und Stichwaffen beschlagnahmt und Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz erstellt. Beamten war im Stadtteil Niederschöneweide eine Gruppe von Männern aufgefallen, die in einem Lokal an der Spreestraße Lederjacken mit den Insignien des Gremium MC trugen.