Justiz

Zahnarzt bestreitet im Prozess eine Selbstverstümmelung

Ein Zahnarzt aus Fichtenwalde (Potsdam-Mittelmark) hat am Dienstag bestritten, sich für einen Betrug selbst verstümmelt zu haben.

„Ich habe und ich hatte zu keinem Zeitpunkt ein Motiv für eine Vortäuschung“, sagte der Angeklagte vor dem Amtsgericht Potsdam. Der 43-Jährige soll sich laut Anklage einen Finger abgeschnitten haben, um seine Versicherung um 850.000 Euro zu betrügen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm das Vortäuschen einer Straftat und versuchten Betrug vor. Der Zahnarzt beteuert, das Opfer eines Überfalls zu sein.

Laut der Schilderung des Mediziners drangen zwei Männer am Nachmittag des 26. März 2012 in seine Praxis ein und forderten Gold und Geld. Unzufrieden mit der geringen Ausbeute, sollen die Männer den Zeigefinger seiner linken Hand abgeschnitten haben und geflüchtet sein. Trotz Großfahndung blieb die Suche nach den Tätern und nach dem Finger erfolglos. Ein Urteil könnte am 23. April gesprochen werden.