Justiz

Prozess gegen Ex-Bürgermeister erneut vertagt

Nach fast sechs Monaten Verhandlungszeit verzögert sich der Mordprozess gegen den Ludwigsfelder Ex-Bürgermeister Heinrich Scholl, 70, weiter.

Am Donnerstag wurde die Verhandlung vor dem Landgericht Potsdam bereits nach kurzer Zeit wieder unterbrochen. Zuvor hatte der Vorsitzende Richter Frank Tiemann einen Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen den DNA-Gutachter des Landeskriminalamtes abgelehnt.

Bei der fotografischen Dokumentation von DNA-Spuren am Slip des Opfers habe der Biochemiker zwar einen Pflichtverstoß eingeräumt; dieser habe jedoch nicht zur Befangenheit des LKA-Experten geführt, so Tiemann. Auf der Unterhose waren DNA-Spuren gefunden worden, die von dem ehemaligen Bürgermeister stammen sollen.

Scholl wird vorgeworfen, seine Ehefrau Ende Dezember 2011 erdrosselt zu haben. Seit mehr als einem Jahr beteuert er seine Unschuld. Nun soll der Prozess am 19. April fortgesetzt werden.