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Giftige Raupen: Bund weist Brandenburgs Vorwurf zurück ++ Landgericht: Sohn kommt nach Attacke auf Vater in die Psychiatrie ++ Regierungssprecher: Opposition scheitert mit Abberufung von Braune ++ Urteil: Bewährungsstrafe für Scheren-Attacke auf Geliebte

Bund weist Brandenburgs Vorwurf zurück

Das Bundesumweltministerium weist die Vorwürfe aus Brandenburg zurück, das Land beim Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner alleinzulassen. „Die Bundesbehörden geben den rechtlichen Rahmen vor, aber die konkrete Umsetzung liegt in Landeshand“, sagte Umweltstaatssekretärin Katherina Reiche (CDU). Brandenburg habe sich jedoch mit Dipel ES auf ein Mittel versteift, für dessen Einsatz es noch keine umfassende EU-Zulassung gebe. Andere Bundesländer griffen erfolgreich auf Alternativmittel zurück.

Sohn kommt nach Attacke auf Vater in die Psychiatrie

Nach einer tödlichen Hammerattacke auf seinen Vater muss ein 33-Jähriger auf unbegrenzte Zeit in die Psychiatrie. Der Mann aus Falkensee (Havelland) sei nicht schuldfähig, weil er zur Tatzeit an schizophrenen Wahnvorstellungen gelitten habe, sagte die Vorsitzende Richterin am Donnerstag vor dem Landgericht Potsdam. Staatsanwalt, Nebenkläger und Strafverteidiger des Angeklagten hatten vergangene Woche auf eine Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus plädiert.

Opposition scheitert mit Abberufung von Braune

Die Opposition im Brandenburger Landtag ist erwartungsgemäß damit gescheitert, Regierungssprecher Thomas Braune abberufen zu lassen. Ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Grüne und FDP, in dem sie die rot-rote Landesregierung aufforderten, Braune von „seinen Aufgaben zu entbinden“, fand am Donnerstag im Landtag keine Mehrheit. Braune hatte vor zehn Monaten beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) einen Fernsehbeitrag mit Ministerpräsident Matthias Platzeck moniert und auch RBB-Chefredakteur Christoph Singelnstein angerufen.

Bewährungsstrafe für Scheren-Attacke auf Geliebte

Nach einer Attacke mit einer Schere auf seine Geliebte hat das Landgericht Neuruppin einen 43 Jahre alten Familienvater zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Das Gericht wertete den Angriff als versuchte gefährliche Körperverletzung, so eine Gerichtssprecherin am Donnerstag. Der Mann war im August 2011 im Büro einer Kindertagesstätte mit einer Schere auf seine 49 Jahre alte Geliebte losgegangen, weil diese sich von ihm hatte trennen wollen.