Kriminalität

Strafbefehl gegen Bürgermeister von Ludwigsfelde

Der unter Korruptionsverdacht geratene Bürgermeister von Ludwigsfelde, Frank Gerhard, soll wegen Vorteilsannahme 25.200 Euro Strafe zahlen.

Der SPD-Politiker habe sich von einer Schweizer Holding mit einer Filiale in Ludwigsfelde zu einer dreitägigen Reise ins schweizerische Luzern einladen lassen, teilte die Staatsanwaltschaft Neuruppin am Sonnabend mit. Der Beschuldigte habe mit dem Geschäftsführer der Holding zwar ein kurzes Gespräch über die Standortvorteile von Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming) geführt. Dies habe aber gemessen am Gesamtumfang der Reise nur eine untergeordnete Bedeutung gehabt.

Die Holding zahlte dem Bürgermeister demnach Flug, Hotel, Champagner-Empfang, Besuch eines Musikfestivals, ein Galadinner und eine Bootstour. Die Kosten beliefen sich auf etwa 1700 Euro. Dies erfülle den Tatbestand der Vorteilsannahme, so die Staatsanwaltschaft weiter. Gerhard habe den Strafbefehl akzeptiert.

In der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ räumte der Ludwigsfelder Bürgermeister ein, mit der Reise einen Fehler gemacht zu haben. Er halte aber an seiner Kandidatur für die bevorstehende Landratswahl fest.