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Prozess: Leichenräuber in Posen zu elf Monaten Haft verurteilt ++ Ermittlungen: Storkower Entführung: Polizei fehlt noch heiße Spur ++ Justiz: Geliebte stirbt beim Sex – Mann beteuert Unschuld

Leichenräuber in Posen zu elf Monaten Haft verurteilt

Einen der Diebe eines Leichentransporters hat ein Gericht zu elf Monaten Haft und einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt. Der 28-Jährige sei an dem Diebstahl im vergangenen Oktober in Ostbrandenburg beteiligt gewesen, urteilten die Richter im polnischen Posen nach einem Bericht der „Märkischen Oderzeitung“ (Dienstag). Laut Zeitung hatte er ein Geständnis abgelegt und sich mit der Staatsanwaltschaft auf eine Strafe geeinigt – deswegen war sein Verfahren von dem der drei anderen Verdächtigen getrennt worden. Sie sollen am 26. März vor Gericht kommen.

Storkower Entführung: Polizei fehlt noch heiße Spur

Die spektakuläre Entführung eines Berliner Managers vor gut fünf Monaten in Storkow (Oder-Spree) gibt der Polizei weiter Rätsel auf. „Wir haben noch keine heiße Spur, das ist das Problem“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg am Dienstag in Potsdam. Auch seien seit vergangenem November keine Hinweise mehr zu dem Fall eingegangen, den die Beamten im Zusammenhang mit zwei Angriffen auf eine Berliner Unternehmerfamilie im benachbarten Bad Saarow sehen. Fest steht, dass der Täter in beiden Orten dieselbe Waffe benutzte.

Geliebte stirbt beim Sex – Mann beteuert Unschuld

Der gewaltsame Tod einer Frau beim Sex mit ihrem Geliebten wird seit Dienstag am Landgericht Cottbus erneut verhandelt. Die Anklage wirft einem 61-Jährigen Totschlag vor. Der Mann beteuerte zum Prozessauftakt noch einmal seine Unschuld und sprach von einem Unfall. Der frühere Imbissbetreiber aus Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) soll die verheiratete Frau im März 2009 in seiner Wohnung beim Liebesspiel schwer verletzt und dann erstickt haben. Das Landgericht hatte ihn im Januar 2010 zu neun Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf.