Tiere

Erste Störche warten in Linum schon auf den Frühling

Einige sind bereits wieder in Brandenburg, doch vor Frühlingsanfang müssen die Störche noch die klirrende Kälte durchstehen.

Die Vögel könnten ein bis zwei kalte Monate, auch mit Minusgraden, aushalten, sagte Bernd Müller, Vorsitzender des Vereins Die Naturfreunde Oberbarnim/Oderland, der Nachrichtenagentur dpa. Sie finden auch ausreichend Nahrung. „Mäuse und Kleinstlebewesen krabbeln schon rum, vor allem Mäuse stehen auf dem Speiseplan.“ Die ersten Störche wurden Ende Februar im Oderbruch und in der Prignitz gesichtet. Normalerweise kommen Störche erst Ende März aus dem Süden zurück.

Bei den „Voreiligen“ handelt es sich um sogenannte Weststörche, da sie die Route nach Afrika über Westeuropa wählen, wie Müller berichtete. Oft machen sie schon in Spanien Station und sind auch zeitiger zurück. Die Oststörche wählen ihre Route nach Süden über die Türkei. Derzeit versammelten sich die Rückkehrer an den Meerengen, der Straße von Gibraltar und am Bosporus. „Dort warten sie auf warme Winde, um über das Meer zu segeln“, sagte Müller. Zuerst erreichten die Männchen die Horste, um die Nester für die Weibchen herzurichten.

Im Storchendorf Linum (Ostprignitz-Ruppin) suchen jährlich an die 13 Brutpaare ihre Nester auf. Erfahrungsgemäß kommen die ersten Störche Ende März.