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Vernachlässigt: Kinder aus verwahrloster Wohnung geholt ++ Schweigeminute: Lehrer und Schüler gedenken erstochener Erzieherin ++ Ortsumfahrung: Rund 20 Millionen Euro für Bundesstraße 112 ++ Raffinerie: Feuer nach rund drei Stunden gelöscht

Kinder aus verwahrloster Wohnung geholt

– Aus einer verwahrlosten Wohnung in Eberswalde (Landkreis Barnim) hat die Polizei zwei Kinder im Alter von einem und neun Jahren geholt. Wie die Polizeidirektion Ost am Montag mitteilte, hörten Zeugen in der Nacht zum Sonnabend in der Wohnung Lärm und riefen die Polizei. Die Beamten fanden die Eltern betrunken und unter Drogeneinfluss stehend vor. Die Räume seien verwahrlost gewesen, gefunden wurden Drogenspuren und – so die Polizei – szenetypische Utensilien. Die Mutter war in einem so schlechten Zustand, dass die Polizei sie ins Krankenhaus brachte. Die Kinder sind derzeit bei Angehörigen untergebracht.

Lehrer und Schüler gedenken erstochener Erzieherin

– Nach einem tödlichen Liebesdrama in Eberswalde haben Lehrer und Mitschüler vor Beginn des Schulunterrichts am Montag an das 23-jährige Opfer erinnert. Mit einer kurzen Ansprache und einer Schweigeminute sei im Oberstufenzentrum I in Bernau (Barnim) der jungen Frau gedacht worden, sagte eine Sprecherin der Schule. Die angehende Erzieherin hatte dort ihre Ausbildung absolviert. Nebenberuflich war die junge Frau als Verkäuferin in einem Modegeschäft in Eberswalde tätig, wo sie am vergangenen Mittwoch erstochen wurde. Ihr Ex-Freund sitzt deshalb in Untersuchungshaft. Der 28-Jährige hat die Tat nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) gestanden.

Rund 20 Millionen Euro für Bundesstraße 112

– Mit knapp 20 Millionen Euro fördert die Europäische Union den Bau der Ortsumfahrung für Brieskow-Finkenheerd und Wiesenau (Oder-Spree). Das teilte das Bundesverkehrsministerium am Montag mit. Die zehn Kilometer lange Strecke gehört zur Bundesstraße 112 zwischen Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt und ist Teil der Oder-Lausitz-Trasse. Den Angaben zufolge soll mit der Ortsumgehung insbesondere der Industriestandort Eisenhüttenstadt künftig besser an die Autobahn A12 bei Frankfurt (Oder) angebunden werden. In die Straße, die bereits im Bau ist, werden insgesamt rund 35 Millionen Euro investiert.

Feuer nach rund drei Stunden gelöscht

– In der PCK-Raffinerie in Schwedt ist am Montagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Das Ausmaß war zunächst nicht bekannt. Da die Werksfeuerwehr zunächst keine Unterstützung von außerhalb angefordert hatte, ging die Feuerwehr-Regionalstelle Nordost nicht von einem dramatischen Vorfall aus. Tatsächlich hatte die Werkfeuerwehr nach Angaben einer Unternehmenssprecherin gegen Mittag gelöscht. Die Rauchwolken waren allerdings kilometerweit sichtbar. Die Pressesprecherin der Stadt Schwedt sagte, es lägen keine Anzeichen für eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung vor. Angaben zur Ursache und zum Ausmaß des Schadens konnte die Werkssprecherin noch nicht machen. Die Raffinerie gehört zu den größten Rohöl-Verarbeitungsstandorten Deutschlands. PCK hat rund 1150 Mitarbeiter.