Konfirmation

Endlich kein Kind mehr

Jugendliche feiern neue Lebensphase mit Jugendweihe oder Firmung

– Tausende Jugendliche im Land feiern bald eines der Feste, das den Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenalter markiert. „Das Niveau hat sich bei uns auf etwa 4500 Anmeldungen für Jugendfeiern eingepegelt“, sagte Thomas Hummitzsch vom Humanistischen Landesverband .

Ob Jugendweihe oder Jugendfeier – dahinter steckt die gleiche Tradition. Bereits vor über 150 Jahren begann man, das Ende der Kindheit auch jenseits der Kirche feierlich zu zelebrieren. Während jedoch die Feierstunde damals für die meisten Achtklässler den Eintritt ins Arbeitsleben einläutete, können sich die Schüler heute mit dem Erwachsenwerden etwas mehr Zeit lassen. „Deshalb bieten wir im Vorfeld viele Aktionen an, die in diese Zeit passen“, erklärte Hummitzsch. Ob Projekttage zum richtigen Umgang mit Geld, Gesprächsrunden zur ersten großen Liebe oder der klassische Tanzkurs – die Palette der Angebote ist breit gefächert.

Doch auch eine Konfirmation will gut vorbereitet sein. „Der Konfirmandenunterricht beginnt meistens eineinhalb Jahre vor dem großen Tag“, sagte die Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Heike Krohn. „Es geht um die bewusste Auseinandersetzung mit dem Glauben.“ Dabei würden Themen wie Nächstenliebe und die zehn Gebote thematisiert. „Seit 2001 gibt es einen prozentualen Anstieg bei den Teilnehmerzahlen im Land“, berichtete Krohn. Vor zehn Jahren hätten sich neun Prozent des entsprechenden Jahrgangs konfirmieren lassen, im Jahr 2011 seien es mehr als zwölf Prozent gewesen. Die Konfirmanden erhalten das Recht, ein Patenamt zu übernehmen, am Abendmahl teilzunehmen und die Gemeindeleitung zu wählen.

Das ganze Jahr über werden katholische Jugendliche der siebten und achten Klassen gefirmt. Wie viele es in diesem Jahr sind, ist beim Erzbistum Berlin nicht bekannt. „Die Firmung nimmt der Bischof vor, und es wird natürlich sehr festlich“, sagte Stefan Förner, Sprecher des Erzbistums Berlin. „Mit der Firmung findet man sein eigenes Verhältnis zu Gott, man wird in christlicher Hinsicht erwachsen.“