Tauwetter

Einsatz der Eisbrecher auf der Oder beendet

100 Kilometer auf dem Grenzfluss freigeräumt

Der Einsatz der deutsch-polnischen Eisbrecherflotte steht vor dem Abschluss. Von den sechs deutschen Eisbrechern, die auf der Oder Eis beiseite geräumte haben, seien noch zwei auf der West-Oder im Dienst, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde am Sonnabend der Nachrichtenagentur dpa.

Die anderen vier seien im Heimathafen Hohensaaten oder auf dem Weg dorthin. Auch polnische Eisbrecher seien schon abgezogen. Die Eisbrecherflotte war diesen Winter knapp eine Woche auf Fahrt. Die Oder war auf rund 100 Kilometer zugefroren. Neben den schweren Schiffen hatte auch Tauwetter für ein rasches Wegschwimmen der Schollen gesorgt.

Viele Flüsse und Bäche in Brandenburg sind durch die Regenfälle angeschwollen, doch besteht keine akute Hochwassergefahr. An der Schwarzen Elster bei Herzberg (Elbe-Elster) galt am Sonnabend Alarmstufe 2. Bei dieser Stufe wird der Wasserstand kontinuierlich überwacht. Alle anderen Wasserstände im Flussgebiet der Schwarzen Elster befinden sich unterhalb der Richtwerte für die Alarmstufe 1, wie das Hochwassermeldezentrum Cottbus berichtete. Die Pegelstände fielen. Sollte es in den nächsten Tagen regnen, würde das Wasser in der Schwarzen Elster und ihren Zuflüssen erneut steigen.

Auch an anderen deutschen Flüssen wie Rhein und Mosel steigen die Pegel. In Trier wird das Hochwasser voraussichtlich in der Nacht zum Sonntag seinen Scheitel erreichen. „Bei sieben Metern wird sich das einpendeln“, so ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums.