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Zollfahndung: 115.000 geschmuggelte Zigaretten entdeckt ++ Förderung: Sanierung von historischen Stadtkernen ++ Insolvenz: Lieferung von Fassaden nicht gefährdet ++ Stasi-Aufarbeitung: 4300 Anträge auf Akteneinsicht eingegangen ++ Statistik: Zahl der Pflegebedürftigen steigt auf 160.000 ++ Überfall: Maskierte rauben zwei Jugendliche aus

115.000 geschmuggelte Zigaretten entdeckt

- 115.000 Schmuggelzigaretten haben Zöllner in Frankfurt (Oder) beschlagnahmt. Die Beamten überprüften am Donnerstag ein vor ihnen fahrendes deutsches Auto. Dabei stellten sie fest, dass der Wagen schon länger abgemeldet war, und stoppten ihn, wie das Hauptzollamt am Freitag berichtete. Im Auto entdeckten die Zöllner 115.000 geschmuggelte Zigaretten. Der Fahrer war ein 40-Jähriger aus Polen. Der Steuerschaden beträgt den Angaben zufolge rund 22.000 Euro.

Sanierung von historischen Stadtkernen

20 Millionen Euro Förderung bekommen die historischen Stadtkerne von Dörfern und Städten in der Mark in diesem Jahr. Das Geld solle vor allem in die Sanierung der Stadtkerne fließen, um sie als Orte zum Leben, Wohnen und Arbeiten zu bewahren, sagte Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Freitag in Neuruppin. Vor allem Bildungseinrichtungen in den Zentren sollten modernisiert werden, um die Abwanderung von jungen Menschen aus der Region zu verhindern.

Lieferung von Fassaden nicht gefährdet

- Trotz der Insolvenz des Zulieferers von Sandsteinelementen für die Schlossfassade kann am Potsdamer Landtag offenbar weitergebaut werden. Nach einer ersten Lieferung von Fassadenteilen Ende des vergangenen Jahres stünden Verhandlungen über einen weiteren Transport kurz vor dem Abschluss, sagte der Insolvenzgeschäftsführer der Sächsischen Sandsteinwerke, Helgi Heumann. Das Unternehmen habe noch zahlreiche historische Fassadenelemente, Fensterbrüstungen und Rohmaterial aus Sandstein in Pirna auf Lager.

4300 Anträge auf Akteneinsicht eingegangen

- Das Interesse an den Stasi-Akten in Brandenburg ist nach wie vor ungebrochen. Knapp 4300 Anträge sind im vergangenen Jahr bei der Behörde für die Stasi-Unterlagen in Frankfurt (Oder) eingegangen. Das teilte die Behörde am Freitag mit. Im Schnitt gebe es jährlich mehr als 1000 Anträge, mehr als in den Jahren zwischen 2002 und 2005, hieß es in der Mitteilung. Die Außenstelle verwaltet 7,7 Kilometer Akten und rund 1,7 Millionen Karteikarten. Sie stammen von den Bezirksverwaltungen des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit in Frankfurt (Oder) und Cottbus.

Zahl der Pflegebedürftigen steigt auf 160.000

- Drei Viertel der Pflegebedürftigen in Brandenburg werden zu Hause betreut. Damit dies auch in Zukunft so bleiben könne, werde das Ehrenamt in der Pflege immer wichtiger, sagte der märkische Sozialminister Günter Baaske (SPD) am Freitag in Potsdam. Derzeit gibt es zwischen Elbe und Oder 96.000 Pflegebedürftige. Bis 2030 soll ihre Zahl auf 160.000 steigen. "Wir wollen im Land nicht Heim an Heim bauen, sondern wünschen uns, dass die Betroffenen zu Hause von der Familie gepflegt werden können", sagte Baaske.

Maskierte rauben zwei Jugendliche aus

- Zwei Jugendliche sind in der Nähe von Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) mit Messern bedroht und ausgeraubt worden. Die Jungen, 15 und 16 Jahre alt, waren in der Nacht zum Freitag zu Fuß aus Zehlendorf nach Kleinmachnow gegangen, als sie von drei Maskierten überfallen wurden. Die Unbekannten erbeuteten Geld und Handys. Die Täter wurden als kräftig und dunkel bekleidet beschrieben.Ein Mann war etwa 1,85 Meter groß, die anderen etwa 1,70 Meter. Sie sprachen Deutsch ohne Dialekt. Hinweise unter Tel. 0331/5508-1224.