NS-Terror

Gedenken in Sachsenhausen an Völkermord

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat am Sonnabend in der Gedenkstätte Sachsenhausen an den Völkermord der Nationalsozialisten erinnert.

- An der Gedenkveranstaltung auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers nördlich von Berlin nahmen rund 40 Überlebende und Familienangehörige sowie Vertreter der Brandenburger Landesregierung und des Landtags teil. Redner erinnerten an die vor 70 Jahren beschlossene Deportation der Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz. Dort wurden nach der Unterzeichnung des sogenannten Auschwitz-Erlasses am 16. Dezember 1942 etwa 20.000 Angehörige der Minderheit aus ganz Europa ermordet.

Der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, sprach von einem zentralen Datum, "das sich unauslöschlich in das kollektive Gedächtnis unserer Minderheit eingegraben hat". Die mit der sogenannten "Rasse" begründete Mordaktion des NS-Staates stehe für die Einmaligkeit des Holocausts.