Verkehr

Zug überfüllt - Fahrgäste dürfen trotz Kälte nicht mitfahren

Bei Eiseskälte hat die Deutsche Bahn neun Reisende, darunter auch zwei Jugendliche, am Haltepunkt im uckermärkischen Casekow einfach stehen lassen.

- "Sie konnten leider nicht mitfahren, da der Zug so voll war", sagte ein Bahnsprecher am Dienstagabend. "Das ist wirklich ärgerlich, aber in dem Fall geht Sicherheit vor." Der Zugbegleiter habe korrekt entschieden. Die Reisenden, die den Zug aus Stettin in Richtung Berlin nehmen wollten, mussten zwei Stunden auf den nächsten Zug warten. Einen Warteraum gibt es auf dem Bahnhof nicht.

Der Sprecher sagte, auf der Strecke seien die Züge normalerweise mit jeweils zwei Triebwagen unterwegs. Doch sei in diesem Fall am Sonnabend ein Triebwagen defekt gewesen, nur einer sei gefahren. Der Sprecher entschuldigte sich bei den Betroffenen. Andreas Schwarze, Regionalsprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn, berichtete, mit dem Fahrplanwechsel seien auf der Strecke Züge gestrichen worden. Im Berufsverkehr seien die Wagen überfüllt. Zudem stammten sie aus den 80er-Jahren. Im Ausbesserungswerk gebe es lange Wartezeiten.