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Häftling: Aus Teupitz geflohener Straftäter bei Berlin gefasst ++ Sesshaft: Wölfe lassen sich im Rudel nahe Berlin nieder ++ Räumung: Winterdienst bereit für die Glatteis-Saison ++ Lohndumping: Jobcenter fordert Steuergeld von Firmen zurück

Aus Teupitz geflohener Straftäter bei Berlin gefasst

- Ein vor vier Wochen aus dem Maßregelvollzug in Teupitz (Dahme-Spreewald) entkommener Straftäter ist bei Berlin gefasst worden. Der mit Haftbefehl gesuchte 23-Jährige wurde am Donnerstag in Petershagen (Märkisch-Oderland) festgenommen, wie die Polizei in Cottbus am Freitag mitteilte. Der Mann sei wieder in die Klinik zurückgebracht worden, wo er wegen seiner Drogensucht behandelt wird. Ein Berliner Gericht hatte ihn wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu fünf Jahren Jugendhaft verurteilt. Mit ihm wurden bei der gemeinsamen Aktion von Brandenburger und Berliner Polizisten zwei Frauen im Alter von 20 und 30 Jahren verhaftet, die ihm bei der Flucht geholfen haben sollen.

Wölfe lassen sich im Rudel nahe Berlin nieder

- Im Großraum Berlin-Brandenburg hat sich erstmals ein Wolfsrudel angesiedelt - nur etwa 25 Kilometer vor der Hauptstadtgrenze entfernt. Eine jetzt ausgewertete Kamerafalle habe die Tierfamilie bereits im August bei Sperenberg (Landkreis Teltow-Fläming) fotografiert, teilte die Naturschutzorganisation WWF am Freitag mit. "Der Großraum Berlin-Brandenburg ist endgültig zum Wolfs-Land geworden", sagte der WWF-Wolfsexperte Janosch Arnold. In den neuen Bildern sehen die Tierschützer den Nachweis, dass die Rudeltiere sich endgültig in dem Gebiet niedergelassen haben.

Winterdienst bereit für die Glatteis-Saison

- Zum Start der Wintersaison auf Brandenburgs Straßen hat der Landesbetrieb Straßenwesen rund 70.000 Tonnen Salz eingelagert. "Auf den Autobahnen wird die Befahrbarkeit über 24 Stunden sichergestellt", sagte eine Sprecherin. Auf Bundes- und Landstraßen rücke der Winterdienst in der Regel ab 3 Uhr aus. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) warnte vor einem massiven Einsatz von Streusalz, besonders auf Alleen. Das Salz dringe in den Boden ein und beeinträchtige die Nährstoffzufuhr der Bäume am Straßenrand, sagte Silke Bartolomäus vom BUND Brandenburg.

Jobcenter fordert Steuergeld von Firmen zurück

- Etliche Arbeitgeber im Landkreis Dahme-Spreewald sollen wegen sittenwidriger Niedriglöhne Tausende Euro Steuergelder zurückzahlen. Das Jobcenter verlangte allein von zehn Unternehmen der Region rund 43.000 Euro, wie die Behörde in Wildau am Freitag mitteilte. Davon seien bereits 7500 Euro eingezogen worden. Das Jobcenter hatte den betroffenen Beschäftigten einen Aufstockerbetrag zur Grundsicherung bezahlt. Sie sind vor allem in den Branchen Bau, Gastronomie und Handwerk beschäftigt. Seit Anfang des Jahres nahm die Behörde mehr als 250 Arbeitsverhältnisse unter die Lupe.