Bildungswesen

Landtag lehnt Initiative gegen Hochschulfusion ab

Debatte wird von Studentenprotesten begleitet

- Der Potsdamer Landtag hat die von mehr als 33.000 Unterstützern unterschriebene Volksinitiative gegen die Fusion der Lausitzer Hochschulen wie erwartet mehrheitlich abgelehnt. Ein Großteil der Mitglieder von SPD- und Linksfraktion stimmte dagegen. Die CDU votierte für eine Annahme der Volksinitiative, Grüne und FDP enthielten sich. Die Organisatoren der Initiative fordern, die Brandenburgisch-Technische Universität (BTU) Cottbus und Hochschule Lausitz (FH) in ihrer jetzigen Form zu erhalten.

Die Neugründung einer gemeinsamen Hochschule sei nötig, um die Region auch für die kommenden 20 Jahre zukunftsfest zu machen, sagte die SPD-Wissenschaftsexpertin Susanne Melior. Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos, für die SPD) sagte, dass es bislang an BTU und FH viele ähnliche Fachbereiche gebe, die sich Konkurrenz machten. Mit einer gemeinsamen Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg könne mehr erreicht werden. Begleitet wurde die Debatte von lautstarken Protesten. Gut 300 Studenten versammelten sich in der Nähe des Landtags und demonstrierten mit Pfeifkonzerten und Sprechchören gegen die Fusionspläne. Auf Plakaten forderten sie "Finanzieren statt Fusionieren" und "Rettet die BTU".