Unfall

Elch bei Unfall auf dem östlichen Berliner Ring getötet

Auf dem östlichen Berliner Ring ist am Sonnabend ein Elch totgefahren worden.

- Das Tier sei auf der A10 zwischen Rüdersdorf und Erkner beim Überqueren der Fahrbahn zunächst von einem Auto erfasst worden, teilte die Polizei mit. Kurz darauf sei der verletzte Elch auch noch von einem Lastwagen angefahren und getötet worden. Den Angaben zufolge verletzte sich der Autofahrer bei dem Zusammenprall schwer. Er kam mit Kopfverletzungen in eine Klinik. Weitere Angaben konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht machen.

Verkehrsunfälle mit Elchen sind vor allem aus Skandinavien bekannt. Aber auch in Brandenburg, wo zunehmend oft Elche beobachtet werden, gab es in der Vergangenheit immer wieder Unfälle. Im August 2000 starb ein Elch nach einem Zusammenstoß mit einem Linienbus im Spreewald, so das Agrarministerium. Insgesamt wurden seit der Wiedervereinigung acht tote Tiere in Brandenburg gefunden.

Etwa 70 bis 100 Mal wurden die imposanten Wildtiere seit 1990 in der Region gesehen, berichtete Diplom-Forstingenieur Jan Engel vom Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE). Vor allem Jäger in den ostbrandenburgischen Landkreisen entlang von Oder und Neiße meldeten entsprechende Erlebnisse. Die Geschäftsführerin des Wildparks Schorfheide, Imke Heiter, sagt: "Der Elch gehört zu den einheimischen Tieren." Nach Angaben von Forstingenieur Engel gab es schon immer Elche in Brandenburg. "Er war aber hier nie so richtig heimisch wie in Polen oder noch weiter östlich, sondern zog immer mal durch."

Woher der getötete Elch stammte, war zunächst unklar. "Anfangs dachten die Beteiligten noch, es handelt sich um einen Hirsch", so ein Polizeisprecher.