Bauprojekte

Mit dem Bagger gegen Hochwasser im Oderbruch

Nächstes Jahr sollen zehn Bauprojekte starten

- In sieben Oderbruch-Gemeinden sollen im nächsten Jahr neue Projekte gegen Binnenhochwasser starten. Das kündigte Umweltministerin Anita Tack (Linke) am Donnerstag nach einem Besuch in Golzow (Märkisch-Oderland) an. Geplant seien zehn Vorhaben, um überschüssiges Wasser nach starkem Regen "wirksam und nachhaltig" zu entfernen, hieß es. Noch in diesem Jahr solle für die Projekte das Planfeststellungsverfahren beginnen, damit vom Frühjahr 2013 an die ersten Bagger rollen könnten. Es geht um die Gemeinden Ortwig, Alt Tucheband, Sophienthal, Gorgast, Dolgelin, Manschnow und Golzow.

Immer wieder werden die Einwohner des Landstrichs an der Grenze zu Polen vom Binnenhochwasser heimgesucht. Felder stehen teilweise monatelang unter Wasser und können nicht bestellt werden. Häuser sind feucht und tragen Schäden davon. Das Oderbruch war auch von der verheerenden Flut-Katastrophe 1997 betroffen. Danach stand das Wasser außerdem 2010 und 2011 monatelang auf Äckern und Grundstücken.

Um das zu verhindern, solle beispielsweise in Ortwig ein früher zugeschütteter Graben wieder freigeschaufelt werden, erklärte der zuständige Abteilungsleiter im Potsdamer Umweltministerium, Kurt Augustin. So könne dann künftig Wasser abfließen. Der Graben sei zugeschüttet worden, weil man nach einer längeren trockenen Periode seine Notwendigkeit nicht mehr gesehen habe.

Ein anderes Beispiel ist Alt Tucheband. Dort gibt es laut Augustin einen Teich, in dem sich das Wasser bei anhaltendem Regen staut und am Ende Felder und Wohngrundstücke überflutet. Abhilfe solle künftig eine Rohrleitung bringen. Wie teuer die zehn Projekte werden, steht nach Ministeriumsangaben derzeit noch nicht fest. Am 18. Oktober sollen die Einwohner konkret informiert werden.