Halteverbote

Parken in der Spandauer Vorstadt wird eingeschränkt

Lkw kommen nicht mehr durch die engen Straßen

- In der Spandauer Vorstadt wird künftig weniger Platz zum Parken sein. Der Baustadtrat im Bezirk Mitte, Carsten Spallek (CDU), hat angekündigt, dass 126 Autostellplätze am Fahrbahnrand wegfallen werden. Denn nach den Sommerferien wird in einigen Straßen ein Halteverbot auf einer Fahrbahnseite verhängt. Die Weisung dazu komme von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, sagte Stadtrat Spallek.

Der Grund: Die Straßen sind zu schmal. Feuerwehr, Rettungswagen und große Lkw haben Mühe zu passieren. In vielen Bereichen, in denen bislang auf beiden Seiten geparkt wird, kommen die großen Müll-Autos der Berliner Stadtreinigung (BSR) oder auch die Fahrzeuge der privaten Recycling-Unternehmen nicht mehr durch. Besonders schwierig ist es für die Entsorgungsfahrzeuge im Winter, wenn sich Eisrinnen auf der Fahrbahn bilden. Weil sich die Entsorgungsbetriebe bei den Behörden beschwert haben, sind die Fahrbahnbreiten in den Straßen überprüft worden.

Mindestens 3,50 Meter Platz soll in der Mitte der Fahrbahn bleiben, damit der Verkehr rollen kann. Doch diese Durchfahrt-Breite werde in einigen Straßen der Spandauer Vorstadt nicht mehr erreicht, erklärt Stadtrat Spallek. Einige Fahrbahnen sind so schmal, dass auch das Einparken für Pkw schwierig ist. So kommt es, dass Autos oft nicht dicht am Bordstein stehen, sondern näher an der Fahrbahnmitte, und dadurch den Verkehr behindern. Die Steinstraße zum Beispiel ist nur 4,70 Meter breit. Für parkende Autos wird eine Breite von zwei Metern veranschlagt, sodass für die Durchfahrt nur noch 2,70 Meter bleiben. Mulackstraße und Gormannstraße sind je 6,80 Meter breit. Wenn links und rechts Fahrzeuge parken, sind höchstens 2,80 Meter für den rollenden Verkehr übrig. Etwas mehr Platz ist an der 7,30 Meter breiten Joachimstraße. Dort bleiben 3,30 Meter zum Durchfahren übrig, wenn an beiden Straßenseiten Autos halten.

Informationen für Anwohner

Im August sollen neue Halteverbotsschilder an jeweils einer Seite von Mulackstraße, Gormannstraße, Joachimstraße und Rückerstraße aufgestellt werden. Mulack- und Joachimstraße werden Einbahnstraßen. Vorgesehen ist, dass Radfahrer auch in Gegenrichtung fahren dürfen. Anwohner sollen in den kommenden Tagen durch Aushänge informiert werden. Am Dienstag, den 19. Juni gibt es eine Informationsveranstaltung in der Aula der Grundschule am Koppenplatz. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr.

In der Gipsstraße ist schon vor zwei Jahren ein einseitiges Halteverbot verhängt worden. Die Fahrbahn der Gipsstraße ist 6,90 Meter breit - wenn links und rechts Autos parken, bleiben 2,90 Meter übrig. Einige Anwohner protestierten damals gegen die Einschränkung. Verkehrsschilder wurden übermalt und in Einzelfällen sogar demontiert. Die Halteverbote aber blieben bestehen.