Prozess

Tod auf der Autobahn - Urteil erwartet

Im Gerichtssaal wurden die schrecklichen Bilder noch einmal lebendig.

- Zertrümmerte Scheiben, verstreutes Gepäck, ein zerdrückter Bus, Krankenwagen. Rundherum Leere, weil die Autobahn am Schönefelder Kreuz an jenem 26. September 2010 für den Verkehr gesperrt wurde. Zuvor war ein polnischer Reisebus gegen einen Brückenpfeiler gerast, 14 Menschen starben. An diesem Freitag wird nun das Urteil gegen die mutmaßliche Unfallverursacherin verkündet. Die Angeklagte steht wegen fahrlässiger Tötung vor dem Potsdamer Landgericht.

Sie soll laut Anklage wegen eines Fahrfehlers gegen den Reisebus geprallt sein und außerdem die regennasse Fahrbahn unterschätzt haben. Die frühere Angestellte des Polizeipräsidiums in Berlin kann sich nach eigenen Angaben nicht an den Unfall erinnern. "Meine Erinnerung setzt erst wieder ein, als ich im Krankenhaus aufwachte", hatte die 38-Jährige zum Prozessauftakt gesagt. Aus Sicht der Verteidigung ist die Schuld der 38-Jährigen nicht bewiesen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Bewährungsstrafe.