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Zehntausende tote Soldaten

Die Rote Armee erreichte auf ihrem Vormarsch Richtung Berlin Ende Januar 1945 die Oder, errichtete am 31. Januar den ersten Brückenkopf in Kienitz auf dem westlichen Oderufer. Weitere Brückenköpfe entstanden Anfang Februar in Reitwein und Lebus. Der Befehlshaber der 1. Belorussischen Front, Marschall Georgi Konstantinowitsch Shukov, verschanzte sich auf dem Reitweiner Sporn, einem weit ins flache Oderbruch hineinreichenden Hügel. Er wurde zum wichtigen Punkt für die Großoffensive. Vom Gefechtsstand aus gab Shukov in den Morgenstunden des 16. April 1945 das Startsignal für die Berlin-Offensive.

22.000 Geschütze und Granatwerfer feuerten in nur 20 Minuten mehr als 500.000 Granaten auf die deutschen Stellungen. 908.000 Rotarmisten und polnische Soldaten lieferten sich mit etwa 200.000 Wehrmachts- Angehörigen und Volkssturmleuten binnen dreier Tage die schwerste Kriegsschlacht auf deutschem Boden. Wie viele Soldaten und Zivilisten starben, ist bis heute nicht bekannt, Experten sprechen von über 100.000. Die "Gedenkstätte der Befreiung" war 1972 auf dem Seelower Verschönerungsberg eingeweiht worden