Mordverdacht

Ermittlungen gegen Bürgermeister vor dem Abschluss

Die Ermittlungen gegen den unter Mordverdacht stehenden ehemaligen Bürgermeister von Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) stehen kurz vor dem Abschluss.

- Das sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam am Mittwoch auf Anfrage. Ob gegen Heinrich Scholl tatsächlich Anklage erhoben wird, ist laut Staatsanwaltschaft noch offen.

Scholl soll nach bisherigen Ermittlungen seine Ehefrau im Dezember 2011 heimtückisch ermordet und auch ihren Hund, einen Cockerspaniel, getötet haben. Die Leiche der Ehefrau war am 30. Dezember in einem Wald bei Ludwigsfelde entdeckt worden. Der ehemalige Bürgermeister bestreitet bisher laut Verteidigung die Vorwürfe.

Der in Untersuchungshaft sitzende Scholl hatte Mitte April für Aufsehen gesorgt, als er über Anwälte eine Zeitungsanzeige aufgegeben hatte. Darin fragt er, ob ihn jemand Ende Dezember in einer Therme gesehen habe. Eben genau zum fraglichen Zeitpunkt der Tat. "Es haben sich einige Zeugen gemeldet. Die sind auch vernommen worden", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam auf Anfrage. Zum Inhalt der Aussagen wollte sie jedoch keinerlei Angaben machen. Der 68 Jahre alte SPD-Politiker Scholl war in der Zeit von 1990 bis 2008 Bürgermeister der 24.000-Einwohner-Stadt Ludwigsfelde am südlichen Stadtrand Berlins.