Kriminalität

Italiener entführt Landsmann und misshandelt ihn

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Festnahme durch SEK bei fingierter Geldübergabe

- Wegen Streitigkeiten um Geld hat ein 43-jähriger Italiener in der vergangenen Woche einen ihm bekannten Landsmann entführt und mehrere Stunden lang gefangen gehalten. Nachdem der verschleppte 64-Jährige freigelassen wurde, begann die 2. Mordkommission, in dem Fall zu ermitteln. Am Sonntagnachmittag konnte der Tatverdächtige in Friedenau von Beamten eines Spezialeinsatzkommandos überwältigt und festgenommen werden. Inzwischen hat der 43-Jährige die Tat gestanden. Der Mann erhielt am Montag Haftbefehl wegen des Verdachts des erpresserischen Menschenraubes. Die polizeilichen Ermittlungen, insbesondere zu den Beziehungen zwischen dem Täter und seinem Opfer, dauern weiter an.

Der filmreife Übergriff auf den 64-Jährigen hatte sich bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag voriger Woche in der Schlüterstraße in Charlottenburg abgespielt. Nach Morgenpost-Informationen wurde der 64-Jährige gegen 0.40 Uhr von mehreren Männern mit Gewalt in einen dunklen VW-Bus verfrachtet und gefesselt. Danach wurde der 64-Jährige in einen Lagerkeller verschleppt und dort misshandelt und bis zum nächsten Morgen gefangen gehalten. Der Entführte hatte mehrere Verletzungen erlitten, die jedoch nicht ärztlich behandelt wurden. Zudem hatte der Mann einen Schock erlitten. Nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Neuendorf hatte der 43-Jährige seinem 64 Jahre alten Bekannten Geld geliehen, die ursprüngliche Forderung aber drastisch erhöht. Trotz Teilzahlungen kam es zum Streit. Über die Höhe der Forderungen wurden wegen laufender Ermittlungen keine Angaben gemacht. Die Ermittlungen führten schließlich am Sonntag zu einer fingierten Geldübergabe. SEK-Beamte überwältigten den 43 Jahre alten Gastronom, der nach Morgenpost-Informationen zwei Restaurants besitzt, um 16.30 Uhr an der Kreuzung Rheinstraße Ecke Dickhardtstraße. Bei einer Durchsuchung konnte umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden. In der Vernehmung hat der Tatverdächtige laut Polizei die gegen ihn erhobenen Vorwürfe umfassend eingeräumt.

( pol )