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Brandstiftung: Kinderwagen in Asylbewerberheim angezündet ++ Stasi: Verfassungsschützer arbeitete für die Staatssicherheit ++ Initiative: Cottbusser blockieren stundenlang Neonazi-Demo ++ Unglück: Autofahrer bei Fahrt auf Gleisen von Zug getötet

Kinderwagen in Asylbewerberheim angezündet

- Unbekannte haben im Asylbewerberheim Waßmannsdorf bei Schönefeld (Dahme-Spreewald) am frühen Sonnabendmorgen zwei Kinderwagen angezündet. Die Feuerwehr konnte nach Polizeiangaben gerade noch ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude verhindern. Jedoch zogen durch das Haus aufgrund des Brandes dicke Rauchschwaden. Menschen wurden nicht verletzt. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Die Polizei schließt einen politischen Hintergrund nicht aus.

Verfassungsschützer arbeitete für die Staatssicherheit

- Das Thema Stasi lässt Brandenburg nicht ruhen. Ein Verfassungsschützer im gehobenen Dienst soll hauptamtlich für die Staatssicherheit tätig gewesen sein. Dies erklärte Innenminister Dietmar Woidke (SPD). Der Mitarbeiter habe damals als Sanitäter im Stasi-Wachregiment Feliks Dzierzynski seinen Wehrdienst abgeleistet, so das Ministerium. Er habe "hieraus nie ein Hehl gemacht", erklärte ein Sprecher. Laut "Bild"-Zeitung soll der Mann beim Verfassungsschutz als Sachbearbeiter in der Besoldungsgruppe A 12 beschäftigt sein.

Cottbusser blockieren stundenlang Neonazi-Demo

- Mehrere Hundert Menschen haben am Sonnabend in Cottbus einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD stundenlang blockiert. "Wir wollten den Neonazis auf keinen Fall unsere Straßen überlassen. Deshalb haben wir blockiert", sagte Angelika Müller vom Bündnis "Cottbus nazifrei". Mehr als 700 Menschen beteiligten sich nach Angaben des Bündnisses an den Protestaktionen. "Es ist phänomenal, dass sich den ganzen Tag über so viele Menschen friedlich auf die Straße gesetzt und den Neonazis den Weg versperrt haben", betonte Müller.

Autofahrer bei Fahrt auf Gleisen von Zug getötet

- Eine Fahrt auf den Gleisen hat einen Autofahrer am frühen Sonnabendmorgen in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) das Leben gekostet. Ein Güterzug erfasste den 45-Jährigen im Bereich des Bahnhofs, als dieser mit seinem Geländewagen gerade auf den Schienen fuhr, wie ein Polizeisprecher in Cottbus am Sonnabend mitteilte. Der Mann aus dem Saarland sei auf der Stelle tot gewesen. Ein Suizid könne ausgeschlossen werden, hieß es.