Leichtathletik

Mehr als 10.000 Läufer in Berlin und ein Weltrekord

Es ist eine Überraschung gewesen: Der Kenianer Dennis Kimetto hat beim 25-Kilometer-Lauf in Berlin einen Weltrekord aufgestellt.

Der 28-Jährige wurde im Ziel im Olympiastadion in 1:11:18 Stunden gestoppt und war damit 32 Sekunden schneller als sein Landsmann Samuel Kiplimo Kosgei am 9. Mai 2010 an gleicher Stätte.

Schnellste Frau in der deutschen Hauptstadt war am Sonntag Kimettos Landsfrau Caroline Chepkwony in 1:22:56 Stunden. Damit lag sie mehr als drei Minuten über dem Weltrekord der Kenianerin Mary Jepkosgei Keitany (1:19:53), ebenfalls vor zwei Jahren in Berlin erzielt. Insgesamt waren am Sonntag in der deutschen Hauptstadt 10.478 Teilnehmer am Start. Wegen des Rennens kam es zu umfangreichen Straßensperrungen in der ganzen Stadt. Die Strecke führte vom Olympiastadion bis in den Bezirk Mitte, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor, und dann zurück zum Olympiastadion.

"Es war unser Ziel, den Rekord zu brechen. Wir wussten immer, dass wir im Fahrplan sind", sagte der Kenianer Dennis Kimetto, der sich erst rund zwei Kilometer vor dem Ziel von seinem Landsmann Wilfred Kigen absetzen konnte. Kigen wurde bei dem 25-Kilometer-Rennen schließlich Zweiter und blieb mit 1:11:29 auch noch unter dem alten Weltrekord.

Deutsche Spitzenläufer waren am Sonntag in Berlin nicht am Start. Im parallel veranstalteten Zehn-Kilometer-Lauf siegte Susanne Hahn (Saarbrücken), die sich auf ihren Marathon-Olympiastart in London vorbereitet, in 35:12 Minuten. "Wir haben ein tolles Rennen gesehen, das vom siebten Weltrekord gekrönt wurde. Eine solche Anzahl kann kaum ein anderes Straßenrennen weltweit bieten. Das Berliner Olympiastadion ist die Leichtathletik-Arena in Deutschland", sagte der Direktor dieser Leichtathletik-Veranstaltung, Gerhard Janetzky.

( BM )