Countdown Flughafen: Noch 32 Tage

Auch im Notfall führt kein Weg zurück nach Tegel

- Schwarzseher spekulieren immer wieder, ob die Flughäfen in Tegel oder Schönefeld nicht doch für den Notfall geöffnet bleiben. Dieser Möglichkeit erteilt Bernhard Alvensleben, Geschäftsführer von Globeground Berlin, eine klare Absage: "Sobald der Umzug an den BER in der Nacht vom 2. auf den 3. Juni abgeschlossen ist, können wir nicht mehr an einen der beiden bisherigen Standorte zurück." Das wäre logistisch nicht machbar.

Sein Wort hat in der Angelegenheit Gewicht. Denn als Chef von Globeground Berlin stellt Alvensleben die grundlegenden Arbeiten für den Flugbetrieb sicher. 1500 Mitarbeiter arbeiten für das Dienstleistungsunternehmen, unter ihnen rund 300 Leiharbeiter. Sie händigen den Fluggästen die Bordkarte aus, betanken die Maschinen und schaffen die Koffer in den Bauch des Flugzeugs. Sie sind damit ein entscheidendes Rädchen im Flugbetrieb.

Am BER werden Koffer nicht mehr von Hand sortiert, sondern automatisch verladen. Durch die Elektronik weiß man immer genau, an welcher Stelle sich das Gepäck gerade befindet. Dies ist wichtig, wenn etwa ein Passagier sein Medikament im Koffer vergessen hat. Bis zu 6000 Gepäckstücke hat die Förderanlage pro Stunde während des Probebetriebs sortiert und weitergeleitet. Bei voller Auslastung wird sie laut Plan sogar 15.400 Koffer in der Stunde schaffen. Da bislang nur ein Viertel der Gepäckhalle genutzt wurde, hat das Gepäcksystem seinen Testlauf bereits bestanden. "Derzeit arbeiten wir unter anderem daran, die Datenübertragung zwischen Check-In und der automatischen Gepäckförderanlage zu verbessern", sagt Alvensleben. "Bei noch zu vielen Koffern ist der Bestimmungsort auf dem ausgedruckten Anhängerschild bisher nicht lesbar." Diese müssen dann per Hand zugeordnet werden.